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Frieden auf Fränkisch

Höchstadter eröffnen Jahr der Harmonie
 Frieden auf Fränkisch
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Foto: Freilinger
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HÖCHSTADT - Auf Fränkisch, Französisch, Finnisch und in vielen anderen Sprachen haben die Höchstadter ein «Signal um die Welt geschickt«, wie Bürgermeister Gerald Brehm meinte, als sie gestern auf dem Marktplatz das «Jahr des Friedens« eröffneten.

Rund 300 Paar Augen richteten sich in den Himmel, als die Brieftauben davonfolgen, die gestern den Frieden symbolisierten. 300 Paar Hände schützen die Kerzen, die für die Harmonie in der Welt entzündet wurden. 300 Höchstadter bekannten sich auf dem Marktplatz zum Frieden.

«Stolz auf das Wir-Gefühl« in der Stadt war Bürgermeister Gerald Brehm, der besonders das ehrenamtliche Engagement von Mike Gibson und Kathrin Nißlein für die Veranstaltung lobte.

Sieben Gebote für eine bessere Welt enthält die Höchstadter Friedenserklärung von 2003. Zu ihrem fünfjährigen Bestehen wurde sie auf dem Marktplatz in verschiedenen Sprachen vorgetragen. Und um gleich ein praktisches Beispiel zu setzen, las der Georgier Gabriel Konjaev einen Paragraphen in Russisch vor. «Das zeigt, dass die Menschen den Krieg dort nicht wollten«, meinte Gerald Brehm.

Pfarrer Fritz Schäfer erinnerte sich an seine Jugend unter dem Eindruck des Kalten Krieges. Die Initiative in Höchstadt bezeichnete er als kleinen Schritt. «Weil einer anfangen muss.« Dekan Kilian Kemmer schloss sich dem an und rief dazu auf, den Frieden im Kleinen zu finden und an sich zu arbeiten.

Das «Wir-Gefühl« demonstrieren wollten dann die Kindergartenkinder, die mit den Eltern vom Verein «Struwwelpeter« und Senioren gemeinsam ein Plakat für den Frieden gestaltet hatten. Bunte Handabdrücke in allen Größen waren darauf zu sehen.

Hauptschul-Rektor Michael Ulbrich und einige Schüler sagen Harmonie-Lieder zu Unterhaltung. Motto: «Only Peace will do« - die Überschrift der Höchstadter Friedenserklärung. Jugendliche, Gruppen und Vereine sind aufgerufen sich unter diesem Titel einzubringen bei der Gestaltung des anstehenden Jahr des Friedens.

CLAUDIA FREILINGER
22.9.2008
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